Ankunft in Tibet
Knapp 24 Stunden nachdem wir in Xining in den Zug eingestiegen sind erreichen wir am spaten Abend des 05.08. den Bahnhof von Lhasa, der Hauptstadt Tibets. Obwohl wir nur Hard-Sleeper fahren konnten, kommen wir den Umstaenden entsprechend ausgeruht in Lhasa an. Einer im Abteil schnarcht halt immer und einer hat immer Schweissfuesse. Das weiss jeder, der schon einmal in Europa mit dem Liegewagen unterwegs war.
Unser Fuehrer holt uns am Bahnhof ab. Als Europaeer benoetigt man fuer Tibet eine spezielle Genehmigung, die wir ueber ein chinesisches Reisebebuero eingeholt haben. Auch das Programm muss vorher festgelegt werden und ganz billig ist der Spass auch nicht.
Gleich nach der Ankunft merke ich, dass die Luft hier oben duenn ist. Lhasa liegt 3.700 m hoch. Da kommt man teilweise ganz schoen ins Schnaufen. Im Zug gab es noch spezielle Sauerstoffduesen. Jetzt sind wir auf unsere Gesundheit angewiesen. Wir werden ins Hotel gefahren. Wie sich spaeter heraus stellen wird, ist es das falsche Hotel, so dass wir am naechsten morgen noch eimal umziehen ins Yak-Hotel, das wir gebucht hatten. Das Hotel liegt in der Altstadt von Lhasa. Die Altstadt ist sehr schoen und man merkt sofort an den Gebaueden, dass dies hier ein anderer Kulturkreis ist als das uebrige China. An jeder Strassenecke befindet sich eine Polizeiwache der chinesichen Polizei und um z. B. den Jokang-Platz, den zentralen Platz in der Innenstadt, betreten zu koennen, muss man durch eine Personenkontrolle. Vor der ersten Besichtigung schlendern wir noch ein wenig durch die Innenstadt. Dann geht es zum Potala-Palast.