Mit dem Zug auf das Dach der Welt
Von Peking aus geht es per Bahn weiter nach Lhasa. Das ist sicherlich der spannenste Teil unserer Reise und auch der, der am schwierigsten zu organisieren war. Wir haben den Trip ueber ein chinesisches Reisebuero in Deutschland gebucht. Fuer Tibet benoetigt man ein spezielles Visum. Da wir keine Tickets fuer die direkte Strecke ueber das Reisebuero bekommen haben, muessen wir uns mit einer umstaendlichen Umsteigeverbindung begnuegen. Von Peking geht es per Nachtzug nach Lan Zhou. Dort werden wir abgeholt und mit dem Auto nach Xining gebracht, von wo aus wir den Zug nach Lhasa nehmen sollen. Leider hat der Zug aus Peking in Lan Zhou vier Stunden Verspaetung. Der Zug, der uns nach Lhasa bringen sollte ist weg und die Plaetze in der ersten Klasse damit auch. Unserem einheimischen Reiseleiter, der mit dem Transfer nach Xining beauftragt ist, gelingt es jedoch Tickets fuer die zweite Klasse in einem spaeteren Zug zu organisieren. Wir fahren also nun in Sechserabteilen ohne Tueren (Hard Sleeper) anstatt im konfortableren Vierbettabteilen. Der Zug ist voll. Glueck im Unglueck: Durch die spaetere Abfahrt fahren wir die eigentliche Lhasa-Bahn ab Golmund fast auf der gesamten Strecke bei Tageslicht. Und der Hardsleeper ist sogar besser als befuerchtet. Die Bahnstrecke selbst ist eine technische Meisterleistung. Knapp 24 Stunden nach der Abfahrt in Xining errreichen wir Lhasa. Am Bahnhof werden wir von unserem Guide erwartet. Was wir in Lhasa alles gesehen haben, schreibe ich spaeter auf.