Mittwoch, 21. August 2013
Hua Hin
Ich sitze in Hua Hin in der Bibliothek des Centara Grand Beach Resorts. Heute ist der vorletzte Abend in Thailand. Am Freitag frueh geht es dann zurueck nach Deutschland. Hua Hin ist ein Seebad 200 km suedlich von Bangkok, das aelteste in Thailand und mein Hotel ist auch das aelteste Strandhotel in Thailand. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, zeitgleich mit der Eisenbahn, die Bangkok mit Singapur verbindet. Daher hiess es frueher auch Railway Hotel. Ein schoenes Haus. Allein der Garten mit seinen zu Tierfiguren geschnittenen Buchsbaumhecken ist eine Sehenswuerdigkeit. Es gibt sogar einen Elefanten, unter dem man hindurch spazieren kann. Das Publikum ist gesetzt und gediegen. Es besteht aus Familien mit mehr oder weniger wohlerzogenen Kindern, Rentnern und einigen aelteren Herren aus Europa und Amerika mit deutlich juengeren thailaendischen Frauen.
Ich habe mich fuer Hua Hin entschieden, weil ich nicht so weit weg von Bangkok und auf keinen Fall nach Pattaya wollte. Entspannen kann man sich hier sehr gut, denn so richtig viel los ist nicht. Man kann sich die Fuesse massieren und sich von Fischen die Hornhaut abfuttern lassen. Ein aufregendes Nachtleben hat Hua Hin nicht zu bieten. Aber das wollte ich auch gar nicht. Sehenswuerdigkeiten gibt es hier einige, z. B. den Sommerpalast des Koenigs und auch ein paar Tempel. Dazu hatte ich aber keine Lust. Die meiste Zeit lag ich faul am Pool, ging am Strand spazieren oder blickte von der Veranda meines Zimmers auf das Meer. Highlight war ein Friseurbesuch gestern abend. Dafuer, dass die Verstaendigung ein wenig kompliziert war, ist das Resultat sehr gut geworden. Ich war fuer deutlich mehr Geld schon schlechter frisiert. Ich bin nun auch endlich einmal Tuk-Tuk gefahren. Eigentlich wollte ich nur am Busfahrkarte nach Bangkok kaufen. Ich bin aber leider zur falschen Busstation gelaufen und musste daher irgendwie zu der anderen kommen, die weiter suedlich in der Naehe des Krankenhauses liegt. Also fuhr ich mit dem Tuk-Tuk. Das hat ungefaehr halb so viel gekostet wie die Busfahrt von hier nach Bangkok. Zurueck bin ich dann am Strand entlang spaziert. Der Strand ist sehr lang, weiss und feinsandig. Ueberall gibt es kleine, ungefaehr daumennagelgrosse Strandkrabben. Ich habe versucht, langsam gehen, um den Tieren ein wenig Zeit zu geben, sich in ihren zu Fluchtzwecken vorbereiteten Loechern einzugraben. Was mir weniger gefaellt ist, dass am Strand Pferdereiten angeboten wird. Das liegt weniger an den Pferden als an deren Hinterlassenschaften. Fuer den Strand ist das Wetter aber jetzt auch gar nicht mehr so gut, denn nun regnet es hier zum ersten Mal richtig und es wird auch schon langsam dunkel.



Sonntag, 18. August 2013
13 Uhr ab Hua Lamphong
Manchmal gibt es Dinge, die sind genau so, wie man sie sich vorstellt. Macht mal die Augen zu und stellt euch einen grossen alten Bahnhof in Suedostasien vor. So, jetzt die Augen wieder auf, hier ist Hua Lamphong der Hauptbahof von Bangkok. Das Gebaeude ist Anfang des 20 Jahrhunderts gebaut worden, sieht schon etwas ramponiert aus, hat aber Atmosphaere wie aus einem alten Film. Stieg da nicht eben Ingrid Bergmann aus der 1. Klasse aus? Gut, war wohl eine Taeuschung.

Mit dem Zug fahre ich nach Hua Hin. Das ist ein Teilstueck der Eisenbahn, die von Bangkok nach Singapur fuehrt. 200 km fuer die der Zug laut Fahrplan 4 Stunden und 15 Minuten benoetigt. Es werden am Ende ueber fuenf Stunden, weil der Zug Verspaetung hat. Ich habe zweite Klasse gebucht. Das heisst zwar, dass es Polstersitze aus Kunstlerder gibt, aber ansonsten koennte der Wagen auch in einem Roman von Agatha Christie mitspielen. 13 Uhr ab Hua Lamphong statt 16.50 Uhr ab Paddington. An der Decke kreisen Ventilatoren ueber den Koepfen der Reisenden. Klimaanlage gibt es nicht. Die Waende sind aus Holz und da die Schienen nicht nahtlos verschweisst sind, rumpelt der Zug auch ueber die Gleise wie vor hundert Jahren. Draussen ziehen Kokospalmen, Bananenplantagen und Reisfelder vorbei. Im Zug kommen staendig Verkaeufer durch und bieten wechselweise Getraenke, Essen, Suessigkeiten oder Comichefe an. Am Ende wird es dann trotz Verspaetung eine kurzweilige Fahrt und ich komme kaum zum Lesen, weil es so viel zu sehen gibt. In Hua Hin, steht am Bahnhof leider kein normales Taxi. Aber mit dem Motorradtaxi komme ich trotzdem schnell ins Hotel. Meinen 20 kg schweren Koffer nehme ich einfach auf den Schoss.



Four Nights in Bangkok
Das ist eine Stadt. Man weiss gar nicht, wovon man anfangen soll zu erzaehlen. Ich sitze in einer Seitenstrasse der beruehmt beruechtigeten Patpong Road. Die Kneller hier in der Bar tragen Namensschilder. Sei heissen Boy, Joy und Golf. Ich hoffe, das sind nicht ihre richtigen Namen. Patpong ist eine Mischung aus Reeperbahn und Ballermann. Darumherum gibt es einen grossen Strassenmarkt, auf dem jedes Markenplagiat kaufen kann, dass es gibt. Die arabischen Frauen feilschen am meisten. Und bekommen so wohl auch den guenstigsten Preis. Bangkok hat ja einen sehr zweifelhaften Ruf. An der Patpong Road wird es diesem Ruf vollkommen gerecht. Ansonsten ist die 8 Mio. Einwohner Metropole ein einziges grosses Chaos. In Peking und Singapur habe ich die Stadtplanungsmuseen besucht. In Bangkok gibt es keine Stadtplanung, also auch kein entsprechendes Museum. Der Verkehr ist abenteuerlich. Das Hotel ist nur eine Station mit der Hochbahn, die hier Skytrain heisst, von der Anlegestelle der Schiffe entfernt, die auf dem Chao Prahya fahren. Zu Fuss bin ich das nur einmal gegangen und wurde dabei zweimal fast ueberfahren. Dann doch lieber eine Station mit dem Sytrain fahren. Das Netz besteht allerdings nur aus zwei Linien und ist daher sehr uebersichtlich. Hinzu kommen eine U-Bahnlinie und die Schiffe und Faehren. Natuerlich gibt es auch Busse, aber ohne Thai zu koennen, ist es nahezu unmoeglich heraus zu finden, wo die hinfahren. Einen Verkehrsverbund gibt es in Bangkok nicht. Wer also z. B. vom Sytrain auf die U-Bahn umsteigen will, benoetigt einen neuen Fahrschein. Taxifahren ist guenstig, aber es kann dauern. ie schnellste Moeglichkeit, in Bangkok voran zu kommen, ist das Motorrad-Taxi. Das habe ich mich aber hier noch nicht getraut.
Als ich abends die Show Siam Niramit besucht habe, war das Taxi 45 Minunten nach der Abfahrt ca. 500 m vom Hotel entfernt. Zum Glueck wird man drei Stunden vor Beginn der Show abgeholt. Der Transfer zur Show und zurueck hat laenger gedauert als die Show selber. Siam Niaramit ist durchaus sehenswert. Hier wird die Geschichte Thailands als Buehnenshow praesentiert. Vor Beginn der Show muessen alle Gaeste aufstehen und es wird die thailaendische Nationalhymne gespielt. Ein bisschen wie bei einem Laenderspiel. Ausser Chaos hat Bangkok aber auch viel Sehenswertes zu bieten. Sehr schoen war es im Grand Palace und im Wat Pho. Im Vergleich zu Peking muss man sagen, dass die Menschen im Durchschnitte freundlicher sind und der Service besser ist. Im Kaufhaus Paragon wurde ich nicht nur gut beraten, sondern die Jeans wurde auch innerhalb von 30 Minuten gratis geaendert. Ueberhaupt kann man in Bangkok sehr gut einkaufen. Die grossen Shoppingcenter haben oft einen direkten Zugang zum Skztrain, so dass man gar nicht erst auf die Strasse muss, sondern gleich vom Zug zum Konsumtempel gehen kann. Im Hotel habe ich mich sehr wohl gefuehlt. Das Eastin Grand Sathorn kann ich wirklich empfehlen. Es ist ein relativ neues Gebaeude, sehr sauber und als Highlight gibt es einen Pool in der 14. Etage von dam aus man auf die Skyline der Stadt blicken kann. Pool und Fitnessraum sind von 6 bis 22 Uhr geoeffent.



Mittwoch, 14. August 2013
Singapur - Ganz Asien auf einem Fleck
Ich stehe am Changi-Flughafen und warte auf den Flug nach Bangkok. Ich war 1994 schon einmal in Singapur. Die Stadt hat sich sehr veraendert. Es gibt jetzt noch mehr Hochhaeuser und an der Marina Bay ist ein ganz neuer Stadteil entstanden. Singapur hat immer noch eine sehr restriktive Gesetzgebung. Rauchen in der U-Bahn kostet z. B. 1000 $ Strafe, Essen und Trinken 500 $, um hier nur ein paar Beispiele zu nennen. Dafuer ist die U-Bahn aber auch blitzsauber und modern, ganz anders als in Berlin. Vielleicht solte ich aber noch erwaehnen, dass man sich dank der vielen Kameras immer etwas beobachtet fuehlt. Das ist auch ein komisches Gefuehl. In der Stadt gibt es trotz der modernen Wolkenkratzer viel zu sehen. Hier leben alle Kulturen Asiens auf kleiner Flaeche zusammen. Man findet hinduistische und buddhistische Tempel neben Moscheen und christlichen Kirchen. Die Bevoelkerung ist bunt gemischt. Und die Stadt kennt seit 50 Jahren wirtschaftlich nur den Weg nach oben. Hoch hinaus geht es auch mit dem groessten Riesenrad der Welt. Den Ozean kann man im groessten Aquarium der Welt kennen lernen. Im Asian Civilisations Museum konnte ich alle Kulturen Asiens sehen. Das Peramakan-Museum informiert ueber die lokale Bevoelkerung Singapurs. Es befindet sich in einer sehr schoenen alten Villa. Zum Glueck ist man nun auch in Singapur dazu uebergegangen nicht mehr alle alten Viertesl abzureissen sondern zu sanieren. Viertel wie Chinatown und Little India behalten so ihren Charme. In Little India hatte ich auch die Moeglichekeit in einem indischen Open Air Waschsalon meine Waesche zu waschen. Da es in der Naehe unzaehlige Lokale gibt, kann man ein kuehles indisches Bier trinken, waehrend die Waesche im Trockner trocknete.



Montag, 12. August 2013
Zurueck in Peking
In Peking ist es wieder heiss und stickig. Aber die Luft ist nicht mehr so duenn und das Treppensteigen faellt nicht mehr so schwer. Da wir zwischen der Ankunft aus Lhasa und der Weiterreise nach Singapur noch einen Tag Zeit haben, nutze ich diesen fuer ein paar Besichtigungen. Als Kontrast zu den bisher besichtigten buddhistischen Tempeln sehe ich mir zunaechst den taoistischen Dongyue Tempel an. Anders als in den Tempeln, die ich bisher in Peking gesehen hatte, ist dieser hier nur wenig von Touristen besucht. Viele Pekinger kommen hierher um sich goettlichen Beistand zu erbitten. Der Tempel geht zurueck auf Dschingis Khan und liegt heute mitten in der Stadt zwischen Hochhaeusern.
Nach dem Tempel-Besuch geht es mit der U-Bahn zu den Konsumtempeln der Wangfujing, Pekings Einkaufsstrasse in der Innenstadt. Es gibt hier eine Fussgaengerzone mit densselben Laeden, die man auch bei uns findet. Die grossen Ketten Zara, H&M, C&A und wie sie alle heissen, sind hier vertreten. Die Strasse koennte eben so gut in Hannover oder Dortmund sein.
Zum Abschluss schaue ich mir noch das Olympia-Gelaende im Norden der Stadt an. Am naechsten Tag, es ist der 10.8., geht es dann weiter nach Singapur. Hier finde ich in Little India ein Internet-Cafe, aus dem ich nun schreiben kann.



Tempel, Kloester und der Palast des Dalai Lama
Unser Besichtigungsprogramm hatten wir schon in Deutschland weitgehend festgelegt. Den Potala Palast wollen wir natuerlich unbedingt sehen. Es ist der Winterpalast des Dalai Lamas. Wenn er sich nicht im indischen Exil aufhalten wuerde, waere das seine Residenz. Der Aufstieg ist ziemlich anstrengend, denn es sind viele Stufen zu ueberwinden. Unser Fuehrer gibt uns eine Einfuehrung in den Tibetischen Buddhismus. Er ist selbst Tibeter und glaeubiger Buddhist. Der Palast besteht aus zwei Teilen, dem weissen Palast und dem roten Palast. Im weissen Palast befinden sich die Wohnraeume das Dalai Lama. Der rote Palast dient hingegen ausschliesslich religioesen Zwecken. Im Palast selbst koennen unter anderem die Graeber der Dalai Lama besichtigt werden. In seiner heutigen Form entstand der Palast unter dem fuenften Dalai Lama, der hier auch begraben liegt. Da man im Palast nicht Fotografieren darf, kaufe ich mir spaeter in einer Buchhandlung in Lhasa ein Buch ueber den Palast.
Neben dem Palast haben wir auch noch den Jokang-Tempel, die Kloester Drepung und Sera sowie als Hoehepunkt das Ganden-Kloster angeschaut. Bei diesen Besichtigungen wurden wir u. a. von einem aelteren Moench micht den Hausschuhen des Dalai Lamas gesegnet. Im Sera-Kloster konnten wir den Moenchen beim Debattieren zusehen. Das Ganden-Kloster liegt auf ueber 4.000 m Hoehe an einem Berg. Es ist eine ganze Klosterstadt, die nur ueber eine schlechte und sehr steile Strasse zu erreichen ist. Nicht nur das Kloster selbst ist sehenswert. Man hat von dort auch eine tolle Aussicht. Geier konnten wir auch ueber dem Tal kreisen sehen, denn in der Naehe des Klosters befindet sich ein Begraebnisplatz der Tibeter.
Der Besuch des Ganden-Klosters bildete den Abschluss unserer Reise nach Tibet. Anschliessend ging es zum Flughafen von Lhasa und von dort zurueck nach Peking.



Ankunft in Tibet
Knapp 24 Stunden nachdem wir in Xining in den Zug eingestiegen sind erreichen wir am spaten Abend des 05.08. den Bahnhof von Lhasa, der Hauptstadt Tibets. Obwohl wir nur Hard-Sleeper fahren konnten, kommen wir den Umstaenden entsprechend ausgeruht in Lhasa an. Einer im Abteil schnarcht halt immer und einer hat immer Schweissfuesse. Das weiss jeder, der schon einmal in Europa mit dem Liegewagen unterwegs war.
Unser Fuehrer holt uns am Bahnhof ab. Als Europaeer benoetigt man fuer Tibet eine spezielle Genehmigung, die wir ueber ein chinesisches Reisebebuero eingeholt haben. Auch das Programm muss vorher festgelegt werden und ganz billig ist der Spass auch nicht.
Gleich nach der Ankunft merke ich, dass die Luft hier oben duenn ist. Lhasa liegt 3.700 m hoch. Da kommt man teilweise ganz schoen ins Schnaufen. Im Zug gab es noch spezielle Sauerstoffduesen. Jetzt sind wir auf unsere Gesundheit angewiesen. Wir werden ins Hotel gefahren. Wie sich spaeter heraus stellen wird, ist es das falsche Hotel, so dass wir am naechsten morgen noch eimal umziehen ins Yak-Hotel, das wir gebucht hatten. Das Hotel liegt in der Altstadt von Lhasa. Die Altstadt ist sehr schoen und man merkt sofort an den Gebaueden, dass dies hier ein anderer Kulturkreis ist als das uebrige China. An jeder Strassenecke befindet sich eine Polizeiwache der chinesichen Polizei und um z. B. den Jokang-Platz, den zentralen Platz in der Innenstadt, betreten zu koennen, muss man durch eine Personenkontrolle. Vor der ersten Besichtigung schlendern wir noch ein wenig durch die Innenstadt. Dann geht es zum Potala-Palast.



Mittwoch, 7. August 2013
Mit dem Zug auf das Dach der Welt
Von Peking aus geht es per Bahn weiter nach Lhasa. Das ist sicherlich der spannenste Teil unserer Reise und auch der, der am schwierigsten zu organisieren war. Wir haben den Trip ueber ein chinesisches Reisebuero in Deutschland gebucht. Fuer Tibet benoetigt man ein spezielles Visum. Da wir keine Tickets fuer die direkte Strecke ueber das Reisebuero bekommen haben, muessen wir uns mit einer umstaendlichen Umsteigeverbindung begnuegen. Von Peking geht es per Nachtzug nach Lan Zhou. Dort werden wir abgeholt und mit dem Auto nach Xining gebracht, von wo aus wir den Zug nach Lhasa nehmen sollen. Leider hat der Zug aus Peking in Lan Zhou vier Stunden Verspaetung. Der Zug, der uns nach Lhasa bringen sollte ist weg und die Plaetze in der ersten Klasse damit auch. Unserem einheimischen Reiseleiter, der mit dem Transfer nach Xining beauftragt ist, gelingt es jedoch Tickets fuer die zweite Klasse in einem spaeteren Zug zu organisieren. Wir fahren also nun in Sechserabteilen ohne Tueren (Hard Sleeper) anstatt im konfortableren Vierbettabteilen. Der Zug ist voll. Glueck im Unglueck: Durch die spaetere Abfahrt fahren wir die eigentliche Lhasa-Bahn ab Golmund fast auf der gesamten Strecke bei Tageslicht. Und der Hardsleeper ist sogar besser als befuerchtet. Die Bahnstrecke selbst ist eine technische Meisterleistung. Knapp 24 Stunden nach der Abfahrt in Xining errreichen wir Lhasa. Am Bahnhof werden wir von unserem Guide erwartet. Was wir in Lhasa alles gesehen haben, schreibe ich spaeter auf.



Freitag, 2. August 2013
Sehenswertes in Peking und Umgebung
Im Gedraenge am Kaiserpalast verschwindet mein Handy, so dass meine Kommunikationsmoeglichkeiten nun noch weiter eingeschraenkt sind. Fuer den Kaiserpalast selber habe ich einen halben Tag gebraucht und dabei nur einen Eindruck bekommen. Die Verbotene Stadt ist riesig. Drei wesentliche Eigenschaften sollte man hervorheben: Die Dimensionen dieses Bauwerks, die Massen an Menschen, die es besichtigen und die Lieblosigkeit der Praesentation. Es gibt eine sehr umfangreiche Praeziosensammlung, die aber leider in schlecht beleuchteten, staubigen Vitrinen ueber mehrere dunkle Pavillions verteilt ist. Hoffentlich aendert sich das bald. An einigen Stellen wird schon kraeftig renoviert. Nach dem Besuch des Palastes bin ich auf den Huegel in dem dahniterliegenden Park gestiegen. Von dort hat man eine tolle Aussicht. Der Park ist sehr schoen und eine Oase der Ruhe in Peking.

Vorgestern stand ein Besuch bei der Grossen Mauer in Badaling auf dem Programm. Zum Glueck war ich in fachkundiger Begleitung unterwegs. Bis zum Bahnhof zu kommen, war kein Problem, aber den richtigen Zug zu nehmen, war schon schwieriger. Die Mauer selber ist eine grosse Touristenattraktion. Man kann sogar mit der Seilbahn hochfahren. Die Mauer ist schon sehr imposant und man hat eine schoene Sicht ins Gebirge.

Das Hauptstadtmuseum, das ich mir gestern angesehen habe, ist ein sehr moderner Bau mit einer sehr sehenswerten Ausstellung ueber die Geschichte Pekings und vieler anderer sehenwerter Stuecke. Heute stand ein Besuch des Himmelsaltares auf dem Programm. Die gesamte Anlage ist sehr schoen, man kann nicht nur die Tempelanlagen besichtigen, sondern auch ausgiebig zwischen Schatten spendenden Zypressen umher gehen.



Unterwegs in Peking
So langsam gewoehne ich mich an Peking. Die Stadt ist gross, stickig und tagsueber auch sehr heiss. Zu meiner Ueberraschung faellt die Orientierung leicht, weil die Stadt einen quadratischen Grundriss hat und die Strassen meist rechtwinkling sind. Die U-Bahn ist sehr modern und das Netz ist in den letzten Jahren auch sehr gewachsen. Der Netzplan im Reisefuehrer ist total veraltet, so viele Linien sind in den letzten zwei bis drei Jahren hinzu gekommen. Die Ansagen sind ausser auf chinesisch alle auch auf Englisch, so dass die Benutzung auch fuer Auslaender ganz einfach ist. Es gibt aufladbare Chipkarten, von denen der Fahrpreis abgebucht wird. Alle Zuege haben Klimaanlage. Das ist bei dem Wetter wirklich angenehm. Mittlerweile traue ich mich auch Bus und O-Bus zu fahren. Die Chipkarte gilt hier auch und der Fahrpreis ist etwas guenstiger als in der U-Bahn. Das Busnetz ist unuebersichtlich, aber wenn der Bus nicht dahin faehrt, wo ich hinwill, steige ich eben an der naechten Haltestelle wieder aus.

Ein Internetcafe habe ich mittlerweile auch gefunden. Und nach einigen Verstaendigungssschwierigkeiten habe ich einen Platz am Rechner.



Sonntag, 28. Juli 2013
Besuch des Sommerpalastes
Heute ist mein zweiter Tag in Peking. Es ist heiss und trocken. Daher bot sich ein Ausflug zum Sommerpalast an, der am Rander der Stadt liegt. Ein wundervoller Ort. Man hat auch einen schoenen Blick auf die Stadt Peking. Da aber viele Chinesen am Sonntag frei haben, ist man in dem Park nicht alleine. Fotos folgen.



Erste Eindruecke
Nachdem ich im Flieger die ganze Nacht kein Auge zugemacht habe, bin ich nun endlich in Peking gelandet. Der erste Tag war schwuel und regnerisch. Leider gibt es im Hotel doch kein freies WLAN, so dass ich mir mit dem Laptop meines mitreisenden Freundes aushelfen musste. Bilder folgen, sobald ich in der Stadt ein Internet-Cafe finde. Bisher dachte ich immer, Peking sei eine Betonwueste mit 20 Millionen Einwohnern, in deren Mitte sich ein alter Kaiserpalast befaende. Nun weiss ich: Peking ist eine Betonwueste mit 20 Millionen Einwohnern in deren Mitte sich ein grosser Kaiserpalast befindet. Trotzdem ist die Stadt faszinierend. Die vielen Menschen, die exotischen Maerkte, aber auch das Vertraute. Dank Globalisierung findet man heute in den Innenstaedten ueberall auf der Welt die gleichen Geschaefte. Das gilt auch fuer Peking. Waehrend auf dem Nachtmarkt im Zentrum Skorpione am Spiess als Delikattesse angeboten werden, kann man ein paar Ecken weiter bei Starbucks das trinken, was Amerikaner fuer Capuccino halten.



Freitag, 26. Juli 2013
Zwischenstop in Helsinki
Ein Blick aus dem Terminal




Es kann losgehen
Wie schön. Alles passt in den Koffer und er geht zu.:-)

Koffer gepackt.



Dienstag, 23. Juli 2013
Herzlich Willkommen in meinem Blog!
Bald geht es los. Es sind jetzt nur noch wenige Tage bis zu meiner Reise ins Reich der Mitte und nach Südostasien. Letzte Woche gab es noch eine Impfung gegen Hepatitis und alle notwendigen Formalitäten sind jetzt erledigt. Jede Reise beginnt eben mit Papierkram. Das Abenteuer kann beginnen.